Chinesisch in China ....

Ich habe beinahe 10 Monate in China verbracht. Während mehrerer Monate habe ich versucht, mir die ersten Grundkenntnisse der chinesischen Sprache und Schrift anzueignen. Wie mir von meinen zahlreichen chinesischen Freunden auch versichert wurde, habe ich dies mit einigem Erfolg auch geschafft. Doch noch immer fehlen mindestens 12-24 Monate intensiver Weiterbildung, um dieses Land und seine Leute wirklich verstehen zu können. Eines ist jedoch sicher, es war eine phantastische Zeit.

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Name: Jürg
Standort: Binningen, Baselland, Switzerland

03 April 2007

Yunnan - Lijiang, unser naechstes Reiseziel ...

Anschliessend an unsere Busfahrt von Yuanyang, einem halben Tag Aufenthalt in Kunming, flogen wir nach Lijiang. Lijiang wird im Reisefuehrer als das Chinesische Touristenzentrum Nr. 1 bezeichnet.


Keine Stadt in China hat es in derart kurzer Zeit geschafft, dass saemtliche Bewohner aus der Altstadt ihre Wohnungen und Haeuser an externe Ladenbesitzer vermietet haben, wie die einstigen Bewohner von Lijiang.



Was einst eine kleine, wunderschoene Altstadt mit vielen Ecken und Kanten war, ist heute ein absolutes Mekka der modernen Marktwirtschaft. Kein Haus, kein Platz an dem nicht irgendetwas an die zahlreichen Touristen verkauft wird. Einfach unglaublich!!!!

Stuendlich werden ganze Busladungen mit chinesischen Touristen an den beiden Eingangsportalen ausgeladen und durch die engen Gassen geschleusst.



Und waehrend das Geld fuer die Massenware ueber die Ladentische wandert, bewegen sich die Arbeiterinnen mit ihrer schweren Last zur naechsten Baustelle. Schliesslich existieren noch immer kleine Flecken, die noch nicht renoviert, resp. umgebaut sind. Ziel: noch ein weiterer Verkaufsstand zum Wohl des Tourismus!!!


Und wer glaubt, dass dies nur am Tag so ist, der sei bereits jetzt darauf aufmerksam gemacht, die Ladenoeffnungszeiten von 09:00 bis 23:30 lassen klar erkennen, dass die Marktwirtschaft in China nicht schlaefft...


Laute Discomusik, tanzende Menschen, rote Beleuchtung (nein, nicht diese "rote" Beleuchtung) locken die Touristen bis in die Nacht in die Altstadt, um auch noch den letzten Yuan aus der Tasche zu locken.


Verlaesst man das Zentrum, sprich die Altstadt und faehrt mit dem Velo aufs Land, so entdeckt man die zweite Seite dieser Region. Landwirtschaft pur!

Handarbeit made a la China!


Keine Last zu schwer, um nicht von Menschenhand bewegt oder transportiert zu werden. Und dies alles bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von rund 2000 Yuan (~200 Euro) ...

Ja, die Provinz Yunnan, ein Fleck Erde, der den westlichen Touristen zum Erstaunen bringt ...