Chinesisch in China ....

Ich habe beinahe 10 Monate in China verbracht. Während mehrerer Monate habe ich versucht, mir die ersten Grundkenntnisse der chinesischen Sprache und Schrift anzueignen. Wie mir von meinen zahlreichen chinesischen Freunden auch versichert wurde, habe ich dies mit einigem Erfolg auch geschafft. Doch noch immer fehlen mindestens 12-24 Monate intensiver Weiterbildung, um dieses Land und seine Leute wirklich verstehen zu können. Eines ist jedoch sicher, es war eine phantastische Zeit.

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Name: Jürg
Standort: Binningen, Baselland, Switzerland

01 April 2007

Yunnan - Yuanyang und die Reisfelder

Yunnan und vor allem die Gegend um Yuanyang ist bekannt fuer ihre grossen Reisfelder. Im Gegensatz zu den uebrigen Gegenden in China in denen Reis angepflanzt wird, liegt Yuanyang auf rund 1800 Meter ueber Meer. Aus diesem Grund sind die Reisfelder auch terassenartig angelegt.

Kurz nach unserer Ankunft erhielten wir von einem sehr netten Taxifahrer die ersten Informationen, wo die besten Plaetze fuer Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu beobachten sind.

Ausgeruestet mit der entsprechenden Karte (ein A4 Blatt, Englisch, Chinesisch und sogar Franzoesisch) wurden wir am naechsten Morgen bereits um 06:00 Uhr vor unserer Unterkunft abgeholt. Die Fahrt in der Dunkelheit liess bereits das Leben dieser Gegend erkennen. Nicht nur dass sich die Menschen in die Reisfelder bewegten, die Schulkinder bereits auf dem Weg zur Schule waren, nein wir konnten auch viele Menschen beobachten, die sich als Laeufer der Nacht betaetigten.

Wie es sich gehoert, waren wir nicht die einzigen Menschen, die sich fuer den Sonnenaufgang in den Reisfeldern interessierten.


Ausgeruestet mit unzaehligen Fotoapparaten und sonstigen Ausruestungsgegenstaenden warteten mehrere Dutzend Menschen auf das grosse Spektakel ...


Doch der heutige Morgen brachte nicht die grossartigen Bilder, die man eigentlich erwarten kann. Zu viel Morgendunst, immer wieder Nebelschwaden, die ueber die Reisfelder zogen und grosse Wolken, die die Sicht massiv einschraenkten.

Die anschliessenden Stunden verbrachten wir mit unserem Reisefuehrer in den verschiedenen Reisfeldern rund um Yuanyang.


Zur Zeit befinden sich kaum Menschen in den weitlaeufigen Anlagen. Die letzte Ernte Ende Februar, Anfangs Maerz ist abgeschlossen und die Einwohner verlassen die Gegend, um andernorts Arbeit zu finden. Die wenigen Menschen, die zurueckbleiben, kuemmern sich um die Setzlinge, pfluegen mit einigen Ochsen die bereits langsam ausgetockneten Anlagen oder reparieren an den Terassen.


Oder aber sie pflegen und ernten in den fuer China ebenso bekannten Gruenteeanpflanzungen.
Nach weiteren Stunden in den weitlaeufigen Anlagen fuhren wir zurueck in die Stadt. Kurz etwas essen, umziehen und sich fuer den Abendausflug, sprich Sonnenuntergang vorbereiten. Bereits um 16:00 Uhr wurden wir wieder abgeholt. Die stuendige Fahrt fuehrte uns an einen wunderbaren Platz mit Sicht auf die Terassen.


Die naechsten zwei Stunden konnten wir dieses Naturschauspiel beobachten, bevor sich die Nacht ueber das Tal legte und die Dunkelheit uns vollstaendig umschloss.

Bewegt von diesen Bildern haben wir uns entschlossen, dieses grossartige Erlebnis nochmals an einem anderen Ort zu geniessen.


Per Zufall erhielten wir sogar nochmals die Gelegenheit, den zweiten Ort mit Chinesen aus Hongkong, mitten in den Reisfeldern zu beobachten.


Die Reisfelder in Yuanyang, ein grossartiges Erlebniss auf unserer Reise quer durch den Yunnan.