Schnee und Luftverschmutzung ...
Seit beinahe zwei Wochen wird nun in Beijing geheizt. Und seit beinahe zwei Wochen reden hier alle vom ersten Schnee. Noch kann ich alle meine Leserinnen und Leser beruhigen. Hier in Beijing hatten wir seit mehr als vier Monaten keinen richtigen Niederschlag mehr zu verzeichnen. Einzig letztes Wochenende ein bisschen Niesselregen, jedoch ohne Regen ...Dieses Bild kenne ich also noch nicht, doch das nächste Bild kenne ich von den letzten fünf Tagen sehr gut. Aufgenommen wurde es zwar 22. November, doch der Unterschied ist kaum zu sehen.
Mit dem Beginn der Heizperiode hat sich auch die Luftqualität massiv verändert. Leider nicht zum Guten ...
Letztes Wochenende war es derart schlimm, dass die Bevölkerung aufgerufen wurde, zu Hause zu bleiben und nicht die dreckige Luft einzuatmen!!!Die Qualität auf der Skala 1-5 wurde mit 5 als gefährdend bezeichnet! Kein Wunder in Beijing existieren rund 6000 Kohle-Schmelzöfen zur Wärmegewinnung der Liegenschaften, sowie 2'000'000 weitere Kohleöfen, die privat genutzt werden ...
Nun ja, wie dass soeben ist, die Luft draussen ist ganz anders, als die Luft in den Wohnungen. Aber diese Geschichte kennen wir Schweizer ja zur Genüge, schliesslich haben uns ja in der Vergangenheit auch viele anerkannte Persönlichkeiten erzählt, dass die Luftverschmutzung an der Schweizer Grenze halt macht ....
Heute haben wir wieder einen strahlend blauen Himmel zu bewundern und das Umweltschutzamt ist sehr froh darüber, denn die verantwortlichen Beamten brauchen bis Ende Jahr noch 22 Tage mit blauem Himmel, um die Ziele der Luftreine-Verordnung noch erreichen zu können!
Letzte Woche, als dieses Bild gemacht wurde, war der Nebel jedoch so dicht, dass einige der Hauptstrassen in und um Beijing aufgrund der schlechten Sicht (weniger als 10Meter!!!) geschlossen wurden. Das Verkehrschaos kann man sich nur vorstellen, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat. Überwältigend, so viele Autos, die mit ihren Lichtern stehen ...
Das Umweltschutzministerium hat also noch einiges zu tun, um bis Beijing 2008, die nötigen Verbesserungen zu erreichen!


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