Chinesisch in China ....

Ich habe beinahe 10 Monate in China verbracht. Während mehrerer Monate habe ich versucht, mir die ersten Grundkenntnisse der chinesischen Sprache und Schrift anzueignen. Wie mir von meinen zahlreichen chinesischen Freunden auch versichert wurde, habe ich dies mit einigem Erfolg auch geschafft. Doch noch immer fehlen mindestens 12-24 Monate intensiver Weiterbildung, um dieses Land und seine Leute wirklich verstehen zu können. Eines ist jedoch sicher, es war eine phantastische Zeit.

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Name: Jürg
Standort: Binningen, Baselland, Switzerland

24 Juli 2006

ein anspruchsvolles Wochenende ...

Das Wochenende brachte einiges an neuen Erfahrungen.

Am Samstag morgen wachte ich bereits um 05:00 Uhr auf und konnte nach 7 Stunden Schlaf nicht mehr einschlafen. Also habe ich meine Lernkarten zur Hand genommen und mit dem Studium der Wörter begonnen. Die letzten Tage hatte ich ja kaum Zeit, mich damit zu beschäftigen, da ich entweder stundenlang (in diesem kleinen "Papershop") mit der Betreuung meiner Lernkarten beschäftigt war oder aber am Donnerstag und Freitag durch die Grippe Schachmatt gelegt wurde.

Nach einem kurzen Morgenessen, um 8:00 Uhr, startete ich den PC, um die bisherigen Fotos genauer zu betrachten. Pünktlich um 09:00 Uhr wurde ich von meinem Gastvater an den PC des Studenten beauftragt, wo mit mitgeteilt wurde, dass seine ältere Schwester mit ihrer 17jährigen Tochter Lust haben, die verbotene Stadt zu besuchen.

Klar, komme ich da mit. Lernkarten weg, umziehen und hinaus in die Stadt. 09:30 Uhr treten wir ein in die grossartige Anlage, 16:30 Uhr verlassen wir diese Städte von Königen, Konkubinen, Thronfolgern und den verschiedensten Dynastien wieder. Dazwischen unzählige Tempelanlagen mit zum Teil haarsträubenden Geschichten.

Abends das verdiente Nachtessen und der Hinweis, dass wir morgen die "Chinesische Mauer" besichtigen werden. Weckzeit: 05:00 Uhr, 05:30 Uhr Morgenessen, 06:00 Uhr Abfahrt.

Gut, zum Glück wird gemäss Wetterbericht das Wetter nicht gar so heiss aber es könnte regnen. Die Familie legt sich früh schlafen und es kehrt Ruhe ein in unser kleines Appartment. Ganz im Gegensatz zum Leben draussen auf der Strasse ....

Pünktlich um 05:00 Uhr beginnt das Leben. Ein Badezimmer für sechs Personen. Es ist klar, dass ich warte, bis alle durch sind. Schade dass es um diese Zeit nur noch kaltes Wasser übrig hat, doch bei einer Raumtemperatur von 29° kann man diese Erfrischung am Morgen gerade noch so verkraften ....

Es folgt die Fahrt quer durch Beijing. Rund 100 Km ausserhalb erreichen wir schliesslich eine Ortschaft und hier wurden drei Kilometer "Chinesische Mauer" restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es ist 08:15 Uhr, die Marktstände beginnen erst langsam ihr Tageswerk als wir bereits die Tickets zum Eintritt ins Gelände besitzen und den steilen Weg hinauf zur Mauer beginnen.

Ich kann nur sagen, es ist beeindruckend, was hier in vielen Jahren Arbeit gebaut, betrieben und unterhalten wurde. Ich kann mir kaum das Leben dieser Leute vorstellen, die hier ihre tägliche Arbeit verrichten mussten!

Sobald ich alle Bilder ausgewertet habe, werde ich eine separate Reportage erstellen. Es braucht jedoch noch ein bisschen Zeit..... In Beijing braucht alles eben ein bisschen mehr Zeit .... (hahaha)

Wir hatten den ganzen Tag riesiges Wetterglück. Da die Tochter (17 Jahre) der älteren Schwester nach 2/3 der Besichtigung beinahe nicht mehr laufen konnte, derart erledigt sie war, benutzten wir die Kabinenbahn und fuhren nach unten. Kaum unten angekommen begann der grosse Regen, der während der nächsten Stunde nicht mehr aufhören wollte.

Anschliessend ging es zum Mittagessen, auch hier werde ich separat berichten und da auf dem Heimweg noch eine Buddha-Tempelanlage lag, haben wir diese auch gleich noch besucht. 500 Stufen zum Buddha-Tempel und nochmals 762 Stufen zum Tempel der Erleuchtung .... mehr braucht es wohl nicht zu erwähnen! (Reportage folgt noch...)

Die Rückkehr mit dem Wagen quer durch die Aussenbezirke dauerte schliesslich knapp drei Stunden. Und als wir gerade die Wohnung betreten hatten, begann der grosse Regen auch hier Beijing. Die nächsten 90 Minuten gehörten der Kraft der Natur. Richtige Regenstürme die niedergingen.

Aber was soll's, dass Wetter findet draussen statt!

In diesem Sinne starte ich die neue Woche bei besserer Gesundheit und am Dienstag Abend einem "Emperor's Dinner" (wie die Kaiser, früher gegessen haben, all-inclusive)