die erste Woche ...
Kaum zu glauben. Bereits ist eine Woche vorbei.
85 Zeichen müsste ich bereits erkennen, schreiben, aussprechen und richtig anwenden können. Doch selbst das Zählen von 1 - 10 bereitet noch immer einige Mühe, es happert, wie könnte es auch anders sein, mit der Aussprache. Tonlage halten, eher nach oben, oder gar mit viel Schwung von der Mitte nach unten und am Schluss ansteigend aussprechen. Ja und jene die Chinesisch kennen, wissen das noch die vierte Art der Aussprache fehlt, kurz und bündig mit steil abfallender Tonlage.
So wird aus einem Wort mit nur gerade zwei Buchstaben "ma"
mã = putzen, wischen
má = Hanf, Flachs, Jute
mâ = Pferd (wobei das Zeichen auf dem a eigentlich wie ein kleines v aussehen müsste)
mà = schimpfen, beschimpfen
Klar, wenn man die Wörter richtig aneinander reiht, so ergibt sich auch ein 'richtiger' Satz, doch eben ....
Und gerade diese verschiedenen Tonlagen machen es mir noch richtig schwer, selbst die 85 Zeichen richtig an den Gesprächspartner zu bringen. Leider ist auch hier noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Mittlerweile haben wir in meiner Gastfamilie auch einen Weg gefunden, miteinander zu kommunizieren. Stundenlang sitzen wir vor dem Computer und lassen das Übersetzungsprogramm für uns arbeiten. Die Sätze, die dabei herauskommen führen sehr oft, eigentlich beinahe immer zu weiteren Missverständnissen, denn durch die chinesische Satzstellung haben die Programme ihre wahre Mühe, den eigentlichen Sinn richtig zu erfassen. Aber hier hat die Zeit eine komplett andere Bedeutung.
Es wird 7 Tage in der Woche gearbeitet. Schliesslich könnte zu jeder Zeit, irgend jemand vorbei schauen und gerade zu diesem Zeitpunkt etwas kaufen. Und wie es scheint, möchte kein einziger Geschäftsmann, wie auch Geschäftsfrau diese Gelegenheit verpassen und einen Abschluss zu tätigen. Und wo nicht verkauft wird, wird eben auf "Überzeit" gearbeitet. Schliesslich weiss man(n) oder Frau ja nie, wann diese eben zu gebrauchen wäre!
Noch immer habe ich hier keine Sonne gesehen. Auch die Sicht beträgt weiterhin kaum 500 Meter in alle Richtungen. Einzig die Temperaturen bleiben konstant. Tagsüber bei 38 - 40° und nachts bei rund 28 - 29°.
Ach ja, bevor ich es vergesse. Die Küche ist ausgezeichnet. Leider hat sich mein Gastfamilienvater eine Magendarm-Verstimmung zugezogen! Und seit heute morgen liegt er mit Halsweh im Bett. Gut mit dem Magen habe ich nichts, doch die kontinuierlich laufenden Klimaanlagen machen auch meinem Hals zu schaffen und so werde ich heute zusätzliche Probleme haben, die richtige Tonlage zu finden.
In diesem Sinne wünsche ich allen, die das wunderbare Wetter in der Schweiz geniessen, eine tolle Woche mit viel Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und vielen herrlichen Stunden der Ruhe und der Erholung.
Live aus Beijing
85 Zeichen müsste ich bereits erkennen, schreiben, aussprechen und richtig anwenden können. Doch selbst das Zählen von 1 - 10 bereitet noch immer einige Mühe, es happert, wie könnte es auch anders sein, mit der Aussprache. Tonlage halten, eher nach oben, oder gar mit viel Schwung von der Mitte nach unten und am Schluss ansteigend aussprechen. Ja und jene die Chinesisch kennen, wissen das noch die vierte Art der Aussprache fehlt, kurz und bündig mit steil abfallender Tonlage.
So wird aus einem Wort mit nur gerade zwei Buchstaben "ma"
mã = putzen, wischen
má = Hanf, Flachs, Jute
mâ = Pferd (wobei das Zeichen auf dem a eigentlich wie ein kleines v aussehen müsste)
mà = schimpfen, beschimpfen
Klar, wenn man die Wörter richtig aneinander reiht, so ergibt sich auch ein 'richtiger' Satz, doch eben ....
Und gerade diese verschiedenen Tonlagen machen es mir noch richtig schwer, selbst die 85 Zeichen richtig an den Gesprächspartner zu bringen. Leider ist auch hier noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Mittlerweile haben wir in meiner Gastfamilie auch einen Weg gefunden, miteinander zu kommunizieren. Stundenlang sitzen wir vor dem Computer und lassen das Übersetzungsprogramm für uns arbeiten. Die Sätze, die dabei herauskommen führen sehr oft, eigentlich beinahe immer zu weiteren Missverständnissen, denn durch die chinesische Satzstellung haben die Programme ihre wahre Mühe, den eigentlichen Sinn richtig zu erfassen. Aber hier hat die Zeit eine komplett andere Bedeutung.
Es wird 7 Tage in der Woche gearbeitet. Schliesslich könnte zu jeder Zeit, irgend jemand vorbei schauen und gerade zu diesem Zeitpunkt etwas kaufen. Und wie es scheint, möchte kein einziger Geschäftsmann, wie auch Geschäftsfrau diese Gelegenheit verpassen und einen Abschluss zu tätigen. Und wo nicht verkauft wird, wird eben auf "Überzeit" gearbeitet. Schliesslich weiss man(n) oder Frau ja nie, wann diese eben zu gebrauchen wäre!
Noch immer habe ich hier keine Sonne gesehen. Auch die Sicht beträgt weiterhin kaum 500 Meter in alle Richtungen. Einzig die Temperaturen bleiben konstant. Tagsüber bei 38 - 40° und nachts bei rund 28 - 29°.
Ach ja, bevor ich es vergesse. Die Küche ist ausgezeichnet. Leider hat sich mein Gastfamilienvater eine Magendarm-Verstimmung zugezogen! Und seit heute morgen liegt er mit Halsweh im Bett. Gut mit dem Magen habe ich nichts, doch die kontinuierlich laufenden Klimaanlagen machen auch meinem Hals zu schaffen und so werde ich heute zusätzliche Probleme haben, die richtige Tonlage zu finden.
In diesem Sinne wünsche ich allen, die das wunderbare Wetter in der Schweiz geniessen, eine tolle Woche mit viel Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und vielen herrlichen Stunden der Ruhe und der Erholung.
Live aus Beijing


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