die zweite Woche ...
Obwohl hier alles mehr Zeit braucht, verglichen mit dem Leben in der Schweiz, bleibt auch hier die Zeit nicht stehen.
Zwei Wochen Chinesisch!!!
Langsam aber sicher beginnen die einzelnen Wörter sich zu einfachen Sätzen zusammen zu fügen. Und das Schöne daran ist, es gelingt mir sogar, diese Wörter so auszusprechen, dass mein Gesprächsparter auch genau das versteht, wovon ich eigentlich spreche. JuHui ...
Aber mit einem Wortschatz von nun rund 160 Wörtern kann man noch lange nicht alle Emotionen weiter vermitteln. Es macht mir jedoch Freude, wie einem kleinen Kind, wenn wieder ein Satz dazugekommen ist, der verstanden wird. Einfach Spitze.
Ja die letzte Woche war ein Wechselbad der Gefühle. Jeden Tag Gruppenunterricht (3 Personen) von morgens um 09:00 Uhr - 12:30 Uhr mit 15 Minuten Pause und ab 13:30 Uhr - 15:30 Uhr Einzelunterricht verlangen viel Konzentration und Fleiss. Kaum Zeit für eine kurze Pause und dies bei ungewohnten Raumtemperaturen von 26°-29° (trotz Klima) zehren ganz schön an der Kraft.
Bin ich froh, dass ich zum Morgenessen wirklich gut verpflegt werde. Hier zwei Bilder , jenes meines ersten Frühstück's und eines von letzter Woche ....

Es gibt also keinen Grund mich über das Essen zu beklagen, solange ich hier von allem probiere und der Gastfamilie das Gefühl gebe, es schmeckt mir, geht es mir hier auch ausgezeichnet. Ich muss aber gestehen, dass ich vermutlich nicht einmal 10% der Nahrungsmittel kenne, die hier jeweils gekocht werden. Ehrlich gesagt mache ich mir auch gar nicht die Mühe, nach den einzelnen Namen zu fragen, denn solange ich ja nicht weiss, was ich gerade esse, schmeckt es eben auch wirklich gut. Dieser Grundsatz wurde letzte Woche auch bestätigt, als ich das erste Mal die Gelegenheit hatte, zusammen mit der Familie beim Einkaufen dabei zu sein.
Bisher hatte ich immer das Gefühl, dass Migros und Coop "frische Produkte" verkaufen, doch seit ich in diesem Supermarkt war, hat sich dies massiv geändert. Frisch heisst hier, nur was noch lebt, ist wirklich frisch! Und ich kann sagen, ich bin froh, dass ich nicht weiss, was schlussendlich gekocht wird, denn was hier alles zappelt und kreucht und fleucht und sich im Wasser tummelt, einfach unglaublich. Ich hätte stundenlang zusehen können, wie einzelne "Dinge" "frisch" verarbeitet werden und über den Ladentisch gereicht werden. Einzig bei den Fleischwaren dachte ich anfangs, sieht es in etwa wie bei Migros und Coop aus, doch auch hier wurde ich getäuscht, kein Kühlschrank, kein Weisslicht, um die Waren besser zu beleuchten, alles in Natura, offen auf dem Tisch, Hackbeil zur Hand und schon beginnt die Arbeit ....
Am Donnerstag und Freitag musste ich leiden. Ich habe mir diese "Klimaanlage-Grippe" mit starkem Husten zugezogen. Donnerstag schleppte ich mich mit einer laufenden Nasse nach Hause, legte mich hin und schlief sofort ein. Mein Gastfamilienvater hat mich völlig verstört angeschaut, als ich trotz Klopfen an der Tür kein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Also sofort "chinesische Medizin" bereit und einnehmen. Freitag dachte ich bereits, super geht ja, doch der Abend liess den Husten kommen. Und jetzt kommt die "chinesische Medizin" gleich Handvoll zum Genuss. Weiss Gott und die Betreuer was ich zu mir genommen habe. Ich lebe, es geht mir wieder besser. Alles o.K.
Ja und da ist ja noch diese Geschichte mit den Lernkarten. Ich habe früh gemerkt, dass ich mit dem Lernen aus dem Buch nicht wirklich vorwärts komme, also zurück zu den bewährten Lernsystemen. Lernkarten müssen her. Ich ohne chinesische Sprache gehe in den erst besten Druckshop (mit grossen Weltplakatt-Plottern) und kämpfe mich mit Zeichen durch. Mein Wunsch wird mir nach 2 Stunden verhandeln auch prompt erfüllt. Sprich, man beginnt mit der Arbeit. Eine Seite die chinesischen Schriftzeichen inkl. der Aussprache und auf der anderen Seite die englische Übersetzung. Insgesamt beinhaltet mein Buch 388 Wörter. Es scheint beinahe so, als würde alles klappen. Am nächsten Tag sollte bereits alles für mich bereit sein ....
Nun ja, die Geschichte begann am Dienstag und endet am Freitag, nachdem am Donnerstag abend noch ein neuer kleiner Drucker installiert wurde und der Besitzer mir die Anzahlung wieder zurück gegeben hat. Ich musste mit Hilfe eines Englisch-Chinesischen Dictionaires ihn auf die "Ehre der chinesischen Geschäftsleute" aufmerksam machen, dass er nach langem Hin und Her seine bereits zu 95% beendete Erfassungsarbeit auch wirklich noch ausdrucken möge. Seit Freitag Nachmittag bin ich nun stolzer Besitzer meiner Lernkarten und seit diesem Zeitpunkt gehen die Wortkenntnisse massiv voran.
Alles braucht eben Zeit und viel, viel Geduld.
Zwei Wochen Chinesisch!!!
Langsam aber sicher beginnen die einzelnen Wörter sich zu einfachen Sätzen zusammen zu fügen. Und das Schöne daran ist, es gelingt mir sogar, diese Wörter so auszusprechen, dass mein Gesprächsparter auch genau das versteht, wovon ich eigentlich spreche. JuHui ...
Aber mit einem Wortschatz von nun rund 160 Wörtern kann man noch lange nicht alle Emotionen weiter vermitteln. Es macht mir jedoch Freude, wie einem kleinen Kind, wenn wieder ein Satz dazugekommen ist, der verstanden wird. Einfach Spitze.
Ja die letzte Woche war ein Wechselbad der Gefühle. Jeden Tag Gruppenunterricht (3 Personen) von morgens um 09:00 Uhr - 12:30 Uhr mit 15 Minuten Pause und ab 13:30 Uhr - 15:30 Uhr Einzelunterricht verlangen viel Konzentration und Fleiss. Kaum Zeit für eine kurze Pause und dies bei ungewohnten Raumtemperaturen von 26°-29° (trotz Klima) zehren ganz schön an der Kraft.
Bin ich froh, dass ich zum Morgenessen wirklich gut verpflegt werde. Hier zwei Bilder , jenes meines ersten Frühstück's und eines von letzter Woche ....

Es gibt also keinen Grund mich über das Essen zu beklagen, solange ich hier von allem probiere und der Gastfamilie das Gefühl gebe, es schmeckt mir, geht es mir hier auch ausgezeichnet. Ich muss aber gestehen, dass ich vermutlich nicht einmal 10% der Nahrungsmittel kenne, die hier jeweils gekocht werden. Ehrlich gesagt mache ich mir auch gar nicht die Mühe, nach den einzelnen Namen zu fragen, denn solange ich ja nicht weiss, was ich gerade esse, schmeckt es eben auch wirklich gut. Dieser Grundsatz wurde letzte Woche auch bestätigt, als ich das erste Mal die Gelegenheit hatte, zusammen mit der Familie beim Einkaufen dabei zu sein.
Bisher hatte ich immer das Gefühl, dass Migros und Coop "frische Produkte" verkaufen, doch seit ich in diesem Supermarkt war, hat sich dies massiv geändert. Frisch heisst hier, nur was noch lebt, ist wirklich frisch! Und ich kann sagen, ich bin froh, dass ich nicht weiss, was schlussendlich gekocht wird, denn was hier alles zappelt und kreucht und fleucht und sich im Wasser tummelt, einfach unglaublich. Ich hätte stundenlang zusehen können, wie einzelne "Dinge" "frisch" verarbeitet werden und über den Ladentisch gereicht werden. Einzig bei den Fleischwaren dachte ich anfangs, sieht es in etwa wie bei Migros und Coop aus, doch auch hier wurde ich getäuscht, kein Kühlschrank, kein Weisslicht, um die Waren besser zu beleuchten, alles in Natura, offen auf dem Tisch, Hackbeil zur Hand und schon beginnt die Arbeit ....
Am Donnerstag und Freitag musste ich leiden. Ich habe mir diese "Klimaanlage-Grippe" mit starkem Husten zugezogen. Donnerstag schleppte ich mich mit einer laufenden Nasse nach Hause, legte mich hin und schlief sofort ein. Mein Gastfamilienvater hat mich völlig verstört angeschaut, als ich trotz Klopfen an der Tür kein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Also sofort "chinesische Medizin" bereit und einnehmen. Freitag dachte ich bereits, super geht ja, doch der Abend liess den Husten kommen. Und jetzt kommt die "chinesische Medizin" gleich Handvoll zum Genuss. Weiss Gott und die Betreuer was ich zu mir genommen habe. Ich lebe, es geht mir wieder besser. Alles o.K.
Ja und da ist ja noch diese Geschichte mit den Lernkarten. Ich habe früh gemerkt, dass ich mit dem Lernen aus dem Buch nicht wirklich vorwärts komme, also zurück zu den bewährten Lernsystemen. Lernkarten müssen her. Ich ohne chinesische Sprache gehe in den erst besten Druckshop (mit grossen Weltplakatt-Plottern) und kämpfe mich mit Zeichen durch. Mein Wunsch wird mir nach 2 Stunden verhandeln auch prompt erfüllt. Sprich, man beginnt mit der Arbeit. Eine Seite die chinesischen Schriftzeichen inkl. der Aussprache und auf der anderen Seite die englische Übersetzung. Insgesamt beinhaltet mein Buch 388 Wörter. Es scheint beinahe so, als würde alles klappen. Am nächsten Tag sollte bereits alles für mich bereit sein ....
Nun ja, die Geschichte begann am Dienstag und endet am Freitag, nachdem am Donnerstag abend noch ein neuer kleiner Drucker installiert wurde und der Besitzer mir die Anzahlung wieder zurück gegeben hat. Ich musste mit Hilfe eines Englisch-Chinesischen Dictionaires ihn auf die "Ehre der chinesischen Geschäftsleute" aufmerksam machen, dass er nach langem Hin und Her seine bereits zu 95% beendete Erfassungsarbeit auch wirklich noch ausdrucken möge. Seit Freitag Nachmittag bin ich nun stolzer Besitzer meiner Lernkarten und seit diesem Zeitpunkt gehen die Wortkenntnisse massiv voran.
Alles braucht eben Zeit und viel, viel Geduld.


0 Bemerkung(en):
Kommentar veröffentlichen
<< Home