| Berichte |
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| Datum: 26.9.2006 |
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Freunde zu Besuch in Beijing ...
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Brücken verbinden ....

Motto: Man(n) muss es einfach erlebt haben, um es zu verstehen ...
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Im September hatte ich Besuch von meinem Bruder Thomas und einem gemeinsamen Freund Stefan. Beide hatten ihren Ausflug nach Beijing, China
mit einer Vorbereitungs- und einer Abschlusswoche in Bangkok geplant.
Rechtzeitig nach ihrer Ankunft in Bangkok wurde den auch gleich das Parlament durch das Militär gestürmt, zum Glück wurden die
Beiden nicht beim Biertrinken in einer der unzähligen Bars gestört. Es wäre auch wirklich schade gewesen, sie hätten ihre
Reise umorganisieren müssen...
Mit rund einer Stunde Verspätung landeten sie schliesslich am späten Nachmittag in Beijing und das grosse Abenteuer konnte endlich starten.
5000 Jahre in knapp vier Tagen ist schliesslich auch keine Leichtigkeit, oder?
Zuerst ins Hotel, anschliessend direkt mit dem Bus in die Wangfujing-Dajie um erst einmal etwas richtiges zu essen. Gestärkt mit einer
der lokalen Spezialitäten "Kaoya - gebratene Ente" ging es schliesslich zum grossen
"Tian'anmen-Platz".
Rechtzeitig ging es schliesslich wieder zurück, denn die folgenden Tage würden noch genügend anstrengend werden.
Der nächste Morgen gehörte
nun dem "Sommerpalast". Eindrucksvoll
und bei ausgezeichneten Wetterverhältnissen ging es quer durch die grosse Anlage. Wie es sich für einen Samstag
gehört, trafen wir auch entsprechend viele chinesische Einwohner an, die sich ebenfalls für dieses attraktive Ausflugsziel entschieden hatten.
Nach einigen Stunden des Herumwanderns waren meine beiden Gäste froh, wieder ins Taxi zu steigen und aufgrund der noch
immer recht guten Wetterverhältnisse zum höchsten Gebäude in Beijing zu fahren. Der
"CCTV-Tower" überragt die Stadt
mit seinen rund 405Metern und die Aussichtsplattform auf 240 Metern Höhe bieten eine wunderbare Möglichkeit auf
die grosse Stadt hinunter zu blicken.
Wieder zurück ging es unter die Dusche und anschliessend zum gemeinsamen Nachtessen mit meiner Gastfamilie.
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Am Nachtessentisch wurde schliesslich auch der erste Teil des nächsten Tages geplant. Auf dem Programm
stand eine rund 90 minütige Fahrt zur "Chinesischen
Mauer in Badaling".
Früh am Morgen ging es los. Durch die teilweise noch verlassenen Strassen in Richtung Norden nach Badaling. Unterwegs konnten wir
noch drei weitere Ausflugsziele mit Teilen der Chinesischen Mauer betrachten. Wer frühzeitig sein Ziel erreicht ist noch von den
Massen verschont. Gerade Badaling gehört wohl zu den meistbesuchtesten Orten, wo es eine Chinesische Mauer zu besteigen gibt.
Zum ersten Mal ging es so richtig an die Kondition. Treppen steigen hinauf und hinunter, grosse und kleine Stufen, steile und ganz
steile Treppen, alles wird hier den Besuchern angeboten. Schlussendlich noch durch den Bärenzoo und wieder zurück zum Fahrzeug.
Ja und wer rechtzeitig aufsteht, der hat noch etwas vom Tag und deshalb setzten wir auch kurzerhand den zweiten Teil unseres Tages in Tat um.
Eine rund stündige Fahrt brachte uns nach Longqing. Da der Hunger sich langsam aber sicher bemerkbar machte, gönnten wir uns
kurz ein "Mittagessen und den ersten Reisweinschnaps".
Anschliessend ging die Fahrt weiter nach "Longqing".
Dieses kleine Paradies in einer Schlucht, die durch eine grosse Staumauer abgegrenzt ist, war selbst unserem Fahrer Lin Chuen nicht bekannt.
Er konnte es so richtig geniessen, auch etwas Neues kennenzulernen. Meine beiden Besucher kannten sich leider noch nicht so genau mit den hier
herrschenden Gegebenheiten aus, sie wären wohl kaum zum Tempel hinaufgeklettert, hätten sie es wirklich gewusst. So aber erreichten
wir einen Punkt mit einer phantastischen Sicht in die Schlucht. Und wie es sich gehört wurden wir auch von einer chinesischen Gruppe von
Schülerinnen aufs herzlichste begrüsst ....
Die beiden Hauptattraktionen, Bungeeseil-Springen und die Abseilübung liessen wir für den heutigen Tag aus!
Spät Abends ging es wieder zurück ins Zentrum von Beijing. Wir wurden bereits sehnsüchtig zum Nachtessen erwartet. Der kleine
Umweg über die Dusche wurde nicht sehr geschätzt, doch das selbstgekochte Nachtessen, ebenfalls mit vielen lokalen Spezialitäten,
schmeckte ausgezeichnet. Nach dem Nachtessen und noch vor dem Schlafen gehen sollte man sich bewegen ... |
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Bei dieser Gelegenheit ein herzliches Dankeschön an meine Gastfamilie für die wunderbaren Stunden.
Noch hatten wir ja nicht alle wichtigen Punkte unseres Programmes abgehackt, der nächste Tag würde die nächsten Hightlights bieten.
Das eher schlechte Wetter führte uns am Morgen über einen lokalen Markt, mit einem kurzen Frühstück und anschliessend
in die Verkaufshallen einer der unzähligen Märkte. Schuhe und Kleider und alles "sehr günstig" galt es
auszuprobieren. Nachdem die Einkaufswut abgeklungen war und sich das Wetter wieder von der besseren Seite zeigte, ging es direkt
zur "Verbotenen Stadt".
Wer die verbotene Stadt besichtigen möchte, der muss sich auf viele, viele Stunden Laufarbeit vorbereiten, daher auch gleich
zu Beginn eine kleine Stärkung, wie sie in China zu aberhunderttausenden hergestellt wird. Convenient-Food: einfach heisses
Wasser aufgiessen, kleine Säckchen aufreissen und hinzufügen, kurz rühren, warten und nach fünf Minuten ist
die vollständige Mahlzeit bereit.
Anschliessend folgte der lange Weg quer durch mehrere hundert Jahre chinesische Geschichte, die schliesslich auf dem grossen
Tribüne mit Blick auf den Tian'anmen-Platz endet.
Der späte Nachmittag gehörte schliesslich den Lachmuskeln. Eigentlich wollten wir kurz vor der Vorstellung noch ein
Bier trinken. Leider fanden wir in der Kürze weder ein Lokal, noch einen Laden, der unseren Wunsch erfüllen konnte.
Fündig wurden wir jedoch mit einem kleinen, unscheinbaren Fussmassage-Laden. Nach kurzem Zögern folgten schliesslich
rund 60 Minuten anstrengendes Lachen und dies nicht weil wir etwa "sehr empfindsame Füsse" hatten. Man muss dabei
gewesen sein, um dies zu versehen .... |
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Ohne Bier, dafür völlig zufrieden und mit einer neuen Erkenntniss ging es schliesslich wieder
zurück zum Ausgangspunkt des heutigen Nachmittages. Auf dem Programm stand der Besuch des berühmten
"Beijing-Acrobatics-Theater".
60 Minuten acrobatische Höchstleistungen liessen schnell die 60-minütige Fussmassage vergessen.
Das gemeinsame Nachtessen nach der Vorführung schloss diesen Tag ab ... |
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Bereits folgte der letzte Tag in Beijing.
Mein Gastfamilien-Vater konnte es sich nicht verkneifen, doch noch einen freien Tag einzulegen und uns auf einen der
berühmten Märkte, den "Panjiayuan-Market"
zu begleiten. Leider ist dieser Markt nur am Wochenende wirklich belebt, dennoch konnten wir die letzten Geschenke einkaufen.
Das letzte Essen, sprich das Mittagessen genossen wir
schliesslich, nach einem Kurzbesuch bei weiteren chinesischen Freunden, gemeinsam mit der Gastfamilie und Freunden. Zusammen
ging es durch die Strassen in ein kleines Lokal im Quartier und nochmals wurde so richtig aufgetischt.
Klar, dass auf dem Weg zum Restaurant noch kurzerhand weitere Köstlichkeiten eingekauft wurden und ebenfalls am Tisch
aufgelegt wurden.
Schon bald hiess es schliesslich auf Wiedersehen zu sagen und sich auf den Weg zum Flughafen zu machen. Die letzte Gelegenheit,
nochmals die Gastfreundschaft zu geniessen, denn wir wurden mit dem Auto zum Flughafen begleitet. Service bis zum letzten ....
Beijing - eine Stadt mit vielen Facetten und genügend Möglichkeiten das Leben von einer anderen Seite kennenzulernen...
Gute Reise und wer weiss ....  |
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