Turnfahrt 14.+15. September 2013
Belalp - Hängebrücke Aletschgletscher - Riederfurka - Bettmeralp
"immer einen Schritt weiter, um vorwärts zu kommen!"
Und wieder starteten die Polysportiven unter der Leitung von Jürg zu einer erlebnissreichen Turnfahrt. Das diesjährige Motto, wie immer sehr treffend zu den bevorstehenden Aktivitäten "immer einen Schritt weiter, um vorwärts zu kommen!", liess vieles erahnen, aber nichts wirklich wissen....

Treffpunkt bereits um 05:45 Uhr auf der Passerelle SBB Basel, Abfahrt 06:05 in Richtung Bern, Lötschberg mit Ziel Brig im wunderschönen Wallis. Wer früh aufsteht, hat nicht nur Gold im Mund, wie es im Volksmund immer wieder heisst, sondern frische Gipfeli, einladende Sandwiches, Orangensaft, einen guten Schluck Appenzeller zum aufwärmen, einen guten Schluck Weisswein aus dem Wallis, später einen Kaffee und natürlich ein kühles Bier und dies alles noch bevor man(n) Brig erreicht. Klar, dass die kurze Busfahrt hinauf nach Blatten für die erste Erholung genutzt wird. Blatten, bereits im Sonnenschein und im Baufieber für die kommende Wintersaison, kurzer Halt und Weiterfahrt mit der Gondelbahn hinauf zur Belalp, dem ersten Zwischenziel.

Endlich das phantastische Bergpanorama von der Sonnenterrasse des Restaurant Aletschhorn (www.aletschhorn.ch), welches für all die Strapazen des Morgens entschädigt, dies und ein Glas Johann lassen den Tag so richtig beginnen! Nun geht es los, die Wanderung zum Tageshöhepunkt, welcher jedoch an der tiefsten Stelle der Wanderung liegen sollte. Vorbei an den Vorbereitungsarbeiten zum Alpabzug der Walliser Kuhherden, die mit viel Blumenschmuck sich den Zuschauern präsentieren möchten, zum letzten Halt vor der Massaschlucht. Das Hotel Belalp (www.hotel-belalp.ch), mit seinem atemberaubenden Ausblick über Rhonetal und den Grossen Aletschgletscher und mit der Spezialität "Super-Nussgipfel" gibt uns nochmals die Möglichkeit, sich zu stärken und für den Abstieg von 2140 Meter auf rund 1600 Meter mental vorzubereiten.

Kaum unterwegs werden wir Zeuge, wie schwierig es in den Bergen ist, eine "kleine" Herde von Schafen, nicht nur sicher, sondern eben auch "schnell" von den Weideplätzen zurück ins Dorf zu bringen. Kaum sehen die ersten Tiere andere Menschen, suchen sie sofort den Weg hinauf ins Gelände. Die Hirten haben alle Hände und vor allem schnelle Beine zu tun, um die Herde wieder zusammen auf den Weg und anschliessend weiter zu führen. Der kurze Halt gibt uns die Möglichkeit, das eindrückliche Bergpanorama inmitten des UNESCO Welterbes "Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch" zu geniessen. Ein kurzer Stundenhalt und gleichzeitig Sicht auf die Hängebrücke, lassen die Herzen höher schlagen, auch jenes, jenes Turners, der an "Höhenangst" leidet, die zum Glück, während dieses Wochenendes, beinahe vollständig geheilt werden konnte, später noch mehr....

Nach eineinhalb Stunden erreichen wir das Gletschertor auf 1700 MüM, der Gletscher ist mehr zu ahnen, als wirklich noch zu sehen... Darum gleich weiter hinunter zur Hängebrücke oberhalb der Massaschlucht. Vor der Brücke gönnen wir uns die verdiente, wenn auch ein wenig verspätete Mittagspause. Ein kleines Nickerchen, mentale Ruhe und Stärke tanken und die letzten Schritte zur Brücke. Jetzt gilt es ernst, aber siehe da, Höhenangst ade, alles im grünen Bereich, SUPER!

Wer die Gegend schon einmal besucht hat, kennt auch gleich die Aufgabe, die uns nun bevorstand. Wer hinunter laufen kann, muss auf der anderen Talseite eben alles wieder hinauf wandern. Riederfurka (Berghotel Riederfurka.ch), Sonnenplatz von unserem schweiz-, wenn nicht gar weltweit-bekannten Skiakrobaten Art Furrer, liegt auf 2065 MüM, also unwesentlich weniger höher als die Belalp unserem Startort. Noch immer zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite, die Sonne lacht über uns, der Himmel leuchtet in blau und der Weg zeigt steil nach oben....

Unterwegs noch einmal das unwerfende Panorama des Aletschgletschers für ein Gruppenfoto und weiter hinauf zur Riederfurka. Oben angekommen, ruhen die Beine hoch, die Hand locker um das kühle Bier, der Kopf auf dem erwärmten Boden mit Blick in den Himmel ....

So eine Wanderung macht hungrig, und weil es noch nicht an der Zeit für das Nachtessen ist, probieren wir das Käsefondue, eine ausgezeichnete Idee. Gut zu diesem Zeitpunkt, wusste weder der Reiseleiter, noch die Wanderer, dass das Nachtessen ein "typisches Vegimenu" sein sollte! Nun auch dies haben wir alle überstanden, nebst einem ausgezeichneten Dessert, einem interessanten Jassturnier, welches nicht wirklich Aufschluss darüber geben sollte, welches Team den nun jassen kann oder nicht (Fortsetzung folgt...), genossen wir den gemeinsamen Abend und die frühe Nachtruhe um 23:00 Uhr!

Der Morgen nahte und der Reiseleiter wurde mit zärtlichen Worten und einem Appenzeller aus dem Bett geholt. Morgenessen am Buffet mit lokalen Spezialitäten und endlich Aufbruch zum zweiten Tag der Abenteuer. Das Wetter, gestern super, heute kein Gesprächsthema, ausser dass wir froh sein durften, nicht im Dauerregen zu stehen, spielte dennoch für uns. Die folgende Wanderung führte uns vorbei am beieindruckenden Walliser Imperium "Art Furrer" zum Alpenmuseum, wo die Outdoor-Bowling-Bahn für uns bereit stand. Zur Stärkung ein Appenzeller, der letzte aus der Flasche, die Turnierbedingungen und Start des Polysportiven-Outdoor-Bowling-Turniers auf 1950 MüM. Obwohl die Spielregeln klar waren, war nicht immer ganz klar, wer den für die Bowlingkugel verantwortlich ist und so kam es, dass diese den Weg ungehindert in den nächsten Kuhfladen fand, sehr zum Ärgernis des nächsten Spielers....

Das kleine Turnier, welches mit einem Punkt Vorsprung auf den Reiseleiter von DaniF gewonnen wurde, stand ganz im Zeichen des einzigen Strike des Tages, durch den Reiseleiter geworfen. Den Rest der Wanderung hinüber zur Bettmeralp genossen wir das Bergpanorama in mitten der tiefhängenden Wolken. Auf der Bettmeralp erwartete uns das erfahrene Team des Seilpark Baschweri (www.bettmeralp.ch/seilpark) zum nächsten Schritt, um vorwärts zu kommen....

Ach ja, unser "Höhenängstlicher" konnte sich nur sehr kurz auf diesen kommenden Schritt vorbereiten, zu schnell ging wurden die Kletterausrüstung montiert, die Instruktionen vermittelt und schon hingen wir in den Bäumen. Nach ein paar Minuten war jedoch jede Angst verflogen, das Vertrauen auf die Ausrüstung liess keine Zweifel aufkommen und der Nervenkitzel nach der ersten Tyrolienne-Fahrt war derart berauschend, dass sich alle auf die längste Fahrt von rund 200 Metern hoch über den Baumwipfeln freuten. Hier einige kleine Videoaufnahmen von dieser rasanten Fahrt: Reiseleiter live unterwegs - kennt keine Furcht und stellt sich jeder Herausforderung - unser Alpinist über den Baumwipfeln.

Der Himmel liess noch immer seine Schleusen geschlossen und wir durften uns, beinahe trockenen Fusses, ins nahegelegene Restaurant/Pizzeria Bettmerhof (www.bettmerhof.ch) begeben. Freundlich und äussert kompetent wurden wir dort von Valerie empfangen und verwöhnt. Und wer es nicht glaubt, selbst nach einem fleischlosen Nachtessen des Vorabends, wurde dennoch ein ausgezeichnetes Käsefondue bestellt, gut, zur Vorspeise stand noch ein Teller mit Walliser-Trockenfleisch bereit. Auch die empfohlenen Desserts liessen keine Wünsche übrig und draussen goss es in Strömen...

Schon bald hiess es, sich wieder auf den Nachhauseweg zu machen, der kurze Spaziergang durch das verregnete Dorf führte uns zur Bettmeralpbahn und hinunter ins Tal und später zurück nach Basel.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
   
     
     
     
Bericht vom 15.9.2013 - published 23.10.2013
Fotoalbum (1280*960)

Bilder von Jürg Gutzwiller
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