Turnfahrt 2009
Oktoberfest München
(19. - 21. September 2009)
Lange war die Reise in aller Munde. Die Vorfreude dementsprechend gross und endlich sollte es nun losgehen!

Die Turnfahrt ans Oktoberfest in München. Ein Fest der Superlative, eine Stadt im Ausnahmezustand und wir mitten drin!

Die Reise startete früh morgens um 06:00 Uhr auf der Passarelle des Bahnhof SBB Basel. Kurze Begrüssung, Zugabteilung suchen, auf den reservierten Plätzen Platz nehmen und sich mental und physisch auf die kommenden drei Tage vorbereiten. Nach einem ersten Umsteigen in Karlsruhe, wo wir aufgrund eines Wildtierschadens unseren planmässigen Zug verpassten, ging es über Stuttgart im 1. Klasse Abteil Richtung München.

In Karlsruhe machten unsere Raucher die ersten Erfahrungen mit den neuen "rauchfreien Bahnhöfen" in Deutschland. Den Appetit und Durst mochte dies nicht gross stören und dank des Spieleklassikers "Schwarzer Peter", einer Schachtel von Appenzeller, einem selbstgemachten Obazda und einem Guggelhopf vergingen die letzten Reisestunden wie im Fluge ...

In München angekomen, ging es erst zum Hotel und anschliessend direkt auf die Wiesn. Das Oktoberfest hatte uns endlich eingeholt. Wunderbares Wetter, angenehme Temperaturen, fröhliche Menschen und viel Bier hielten uns schliesslich die nächsten Stunden bei bester Laune...

Der zweite Tag in München galt dem kulturellen Angebot dieser überaus freundlichen und offenen Stadt. Nach einem reichhaltigen Frühstück starteten wir unsere Velotour quer durch München. Während die zahlreichen Besucher von München im Zentrum den grossartigen Festumzug beiwohnten, radelten wir durch die Stadt, durchquerten den berühmten und ebenso grossen "Englischen Garten", kreuzten den "Chinesischen Turm" mit seinem Biergarten (ohne diesen jedoch zu besuchen) und erreichten schliesslich die Isar. Entlang dieser grünen Oase, die sich quer durch München schlängelt fuhren wir hinauf zum "Müllerschen Volksbad". Diese grossartige Gebäude aus dem Jahre 1901 (damals das grösste und teuerste Schwimmbad der Welt), welches auch heute noch seinem ursprünglichen Zweck dient (Personen, die sich zu Hause nicht waschen/duschen können, erhalten hier beinahe kostenlos die Möglichkeit), diente uns als Badehaus für den beginnenden Tag.

Nachdem wir uns so richtig gereinigt hatten, sollte uns als nächste Station das Muffatwerk, ein Kraftwerk an der Isar, im Oktoberfest-Fieber, zum ersten kühlen Bier erwarten. Doch leider waren die Tore noch geschlossen und später auch das Personal noch mit der Reinigung beschäftigt ... So ging die Fahrt weiter der Isar entlang hinauf nach Grosshesselohe. Hinauf ging es die letzten Meter im wahrsten Sinne des Wortes! Doch oben angelangt begrüsste uns der Biergarten Waldwirtschaft - kurz WAWI. Ein wahres Vergnügen, die Spareribs und ein Mass Bier zu kosten und die Seele baumeln zu lassen (www.waldwirtschaft.de) ...

Später, da die Waldwirtschaft für uns auch für das letzte Bier des Nachmittages stand, fuhren wir wieder zurück ins Zentrum. Am Abend erwartete uns eine Stadtrundfahrt der besonderen Art und Weise. Am Marienplatz erwartete uns Dagobert mit seinem Gefährt, einem Segway, zur bevorstehenden Münchner Segway Stadtrundfahrt. Die ersten 15 Minuten gehörten der Schulung, die nächsten 3 1/2 Stunden diesem grossartigen Gefühl, über dem Boden zu schweben und beinahe schwerelos durch die Abendstunden von München zu gleiten. Klar, dass uns Dagobert dabei in die Geschichte von München einweihte und dies an den dafür sehr bekannten Plätzen von München eindrücklich aufzeigte. Ein absolutes Muss ...

Ja und als wir kurz vor Mitternacht wieder bereit waren, brachten uns zwei Taxis direkt zur Fraunhofer Schoppenstube. Ein kurzes Telefongespräch genügte und Gerti reservierte uns einen Tisch, notabene den letzten, um das längst verdiente Bier geniessen zu können. Wie es sich für eine gute Wirtin gehört, stellte uns Gerti mit den letzen Lebensmitteln noch ein köstliches Abendessen zusammen. Wer immer in München ist, sollte sich diese Schoppenstube nicht von der Terminliste streichen lassen!

Eine kurze Nacht, Koffer packen, Morgenessen und endlich Zeit für eine weitere Spezialität von München. Münchner Weisswürste und dieses Jahr im berühmten Brauhaus "Weisse Bräuhaus", dem Ursprung von Schneider's Weisse. Strahlender Sonnenschein verwöhnte uns und das erste Bier schmeckt halt eben doch am besten ...

Während die Unverdrossenen dem Ruf des "Alten Peter" folgten, mühsam die 306 Stufen hinauf stiegen, um das grossartige Glockspiel des Münchner Rathauses zu hören und vor allem zu bestaunen, entschlossen sich andere, dem Hofbräuhaus noch einen Kurzbesuch abzustatten.

Der Abschluss des dreitägigen Oktoberfest-Aufenthaltes galt schliesslich nochmals dem eigentlichen Ziel der Reise, der Wies'n. Ein letztes Bier, oder zwei oder drei in einem der grossen Festzelte, ein halbes Hähnchen, ein Bierbretzel oder eine der wohl sonderbarsten Spezialitäten, riesengrosse saure Gurken aus dem Plastikkübelchen ...

Wie bereits bei der Anreise, mussten wir mit Verspätungen rechnen. Dieses Mal sprang jemand zwischen Karlsruhe und Basel von den Zug und wir mussten beinahe zwei Stunden im Bahnhof warten, bevor die Reise schliesslich nach Basel weiter ging.

Drei Tage München, drei Tage bestes Wetter. München, eine Stadt mit vielen Überraschungen, wenn man sich, so wie unsere Reisegruppe, einem kompetenten und unternehmungslustigen Reiseführer anvertraut ...

Und da Bilder und Texte immer den Betrachtungswinkel des Verfassers zeigen, hier noch Aufnahmen aus einem anderen Blickwinkel (Chris) ...
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
Bericht vom 21.9.2009 - published 11.11.2009
Fotoalbum (1280*960)

Bilder von Jürg Gutzwiller
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