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Surprise-Weekend 20. - 23.2.2008
4Tages-Städteausflug
Paris
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Von Paris sagt man, es sei eine Stadt der vielen Gesichter. Eine Aussage, die sicher
für jede Millionenstadt stimmt und dennoch lässt sich Paris nicht einfach mit übrigen grossen Städten vergleichen.
Wer Paris das erste Mal besucht, dem ist anzuraten, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Tour Eiffel, Arc de Triomphe,
Champs-Élysées, Notre-Dame, Place de la Bastille, Place Pigalle, Basilique du Sacré-Coeur gehören einfach dazu.
Doch Paris kann man ohne weiteres mehrere Male besichtigen und immer stehen einem neue Perspektiven zum Betrachten bereit.
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| Auch das Erotikmuseum, ganz in der Nähe des Place Pigalle, unterhalb der Basilique
du Sacré-Coeur, bietet ganz spezielle Eindrücke. Auf fünf Stockwerken wird die Entwicklung der Erotik aufgezeigt.
Viele Aufnahmen, Videos, Darstellungen und sonstige Gegenstände bieten dem Besuchern die Möglichkeit, sich zum Thema Erotik
auf den aktuellsten Stand zu bringen.
Erstaunlich ist eigentlich nur, dass sich ausgerechnet unterhalb der grossen Kirche Sacré-Coeur die wohl sündigste
Gegend von Paris befindet ...
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| Der Hauptgrund unseres Besuches galt jedoch den Themen fremde Kulturen und Unterhaltung.
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| In Paris wohnen rund 35'000 Chinesen. Damit zählt Paris zu den grössten
Chinatown - Städten, die ausserhalb von China existieren. Der 21. Februar, gleichzeitig der 15. Tag des Mondkalenders nach dem Neujahrsfest
(Jahr der Ratte), wird speziell gefeiert. Wieder trifft man sich, betet mit den Mönchen und anschliessend isst man - an diesem
Tag eigentlich nur vegetarisch - im Kreise der Familien und Freunde. Diesen Anlass haben wir bereits während unseres Aufenthaltes
in China erlebt und wir wollten wissen, ob und wie dies denn nun im chinesischen Quartier von Paris gefeiert wird.
Chinatown in Paris liegt nördlich des Place d'Italie zwischen den beiden grossen Strassenzügen Avenue d'Italie
und Avenue de Choisy. Eigentlich beginnt es so richtig südlich der Rue de Tolbiac. Die ansässigen Chinesen stammen beinahe
alle aus dem Süden von China und sprechen daher hauptsächlich Kantonesisch. Die Leute, alles Händler, beherrschen die
französische Sprache seit vielen Generationen und der Sprachmix aus Französisch und Kantonesisch ist überall zu hören.
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| Das Chinatown Quartier besteht aus einer grossen Ansiedlung von Hochhausburgen, die von der
Stadt für das Industrieareal erbaut wurden und von der einheimischen Bevölkerung verschmäht wurden. So entstand das
Chinatown von Paris. Wie überall, ausserhalb von China gleichen sich jedoch die Chinarestaurants. Eine wahre Touristenattraktion
ohne wirklichen Charme. Das Interieur gleicht jenem aus Basel, wie auch jenem aus New York und dies gilt leider auch für die Küche.
Es hat nichts mit dem Charme der wirklichen chineischen Küche zu tun. Standardprodukte zu teuren Preisen!
Eine Ausnahme haben wir jedoch gefunden. Das Restaurant Pho Banh-Cuon, direkt an der Kreuzung Avenue de Choisy 129,
Rue de Tolbiac, ein kleines vietnamesisches Restaurant mit asiatischer Küche. Herzliche Bedienung, ausgezeichnete Küche und
dies alles zu einem absoluten Tiefpreis (Menu 5.50 - 7.50 Euro).
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| Im Quartier findet man tolle Lebensmittelgeschäfte, die frisch zubereitete Produkte zum "Take-away" verkaufen und dies zu sehr günstigen Preisen! Ganz nebenbei, mittlerweile gehören viele Pariser Hotels, Restaurantketten, Läden und grosse Wohnsiedlungen genau diesen Chinesen, die nur gerade in einem kleinen Quartier wirklich zu Hause sind.
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| Abendunterhaltung bietet Paris das ganze Jahr! Wir haben uns daher zwei spezielle Angebote
aus den unzähligen Möglichkeiten herausgepickt.
Jazz: In der Rue des Lombards (Metro 7; Châtelet) existieren auf kleinstem Raum unzählige Lokale
mit Live-Musik. Die Konzerte, entweder gratis (erhöhte Getränkepreise) oder mit Eintritten (5 - 25 Euro), bieten für jeden
Musikgeschmack etwas. Wir haben uns ein Konzert im kleinen aber feinen Jazz-Keller Sunside
(www.sunset-sunside.com) angehört. Start gegen 21:00 Uhr, Ende normalerweise
nicht für 01:00 Uhr in den frühen Morgenstunden ...
Theater:
Entlang der Strassenkombination Boulevard Haussmann, Bd Montmartre, Bd St.Denis bis zum Boulevard Saint-Martin, der am Place de la République endet befinden sich unzählige Theater. Grossartige Säle laden zu einem entspannten und humorvollen Abendprogramm ein. Unser Vorschlag das Théatre Porte St. Martin mit dem Stück "Le Diner de Cons".
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| Den Rauchern stehen in Paris nur noch die Strassen zur Verfügung. Gerade jetzt, in den kalten Jahreszeiten stehen in den Abendstunden viele Dutzend Personen vor den Restaurants und rauchen ihre Zigaretten.
Was für die Restaurantbesucher, die nicht gerne im Qualm sitzen eine Wohltat ist, ist mittlerweile für die Bewohner zum Aergernis geworden. Nicht nur das vor den Restaurants überall die Kippen umherliegen, nicht nur, das wer ein Strassenkaffee betreten will, sich den Weg durch eine Rauchwand vor dem Restaurant bahnen muss, nein auch die Quartierbewohner ärgern sich nun gewaltig ab dem Lärm der Gespräche auf den Strassen und dem Qualm der bei offenen Fenstern in die Wohnungen zieht!
Alles hat wohl irgendwie seine Schattenseiten ...
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Wer in Paris Lebensmittel einkaufen möchte, wird sehr bald feststellen, dass der Euro auch ein richtiger Freund des "Teuro" geworden ist. Es gibt aber auch Orte an dem preisgünstig und erst noch Topprodukte eingekauft werden können. Jeden Samstagmorgen findet unter der Metrolinie 2 (früher die Stadtgrenze von Paris) bei der Station Barbès-Rochechouart ein Frischmarkt der Extraklasse, zu günstigen Preisen statt. Hier werden alles frische Gemüse und Kräuter verkauft. Selbst die ausgefallensten Spezialitäten sind hier zu finden.
Nördlich von Barbès-Rochechouart bis hinauf zum Place Rouge befindet sich das Quartier der verschiedenen Afrika-Regionen. Ebenfalls am Samstag haben die Verkäufer ihre Marktstände aufgebaut. Frisches Obst, Fleisch, Fisch und Kräuter werden zu sehr günstigen Preisen verkauft. Warum so günstig? Beinahe alle Händler kaufen direkt in ihren Heimatländern ein und importieren direkt nach Frankreich. Wo gehandelt wird, können auch allerlei dubiose Handelsprodukte erworben werden. Es wird jedoch nicht empfohlen, Zigaretten, die unter der Hand angeboten werden (2Pakette = 3 Euro), zu kaufen. Die Qualität entspricht in keiner Art und Weise dem aufgedruckten Markennamen. |
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Es waren vier wunderbare Tage in Paris, ohne eine einzige "wirkliche" Sehenswürdigkeit anzuschauen und dennoch voller farbenfroher Eindrücke und bleibender Erinnerungen. Wir freuen uns auf einen nächsten Besuch.
Ach ja, wer seine Zugtickets bereits drei Monate im Voraus kauft, erhält bei SNCF sehr sehr günstige Angebote. TGV von Basel ins Zentrum von Paris in 3 Stunden 20 Minuten ... |
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| Bericht vom 20.-23.2.2008 - published 2.3.2008 |
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