Chinesisch in China ....

Ich habe beinahe 10 Monate in China verbracht. Während mehrerer Monate habe ich versucht, mir die ersten Grundkenntnisse der chinesischen Sprache und Schrift anzueignen. Wie mir von meinen zahlreichen chinesischen Freunden auch versichert wurde, habe ich dies mit einigem Erfolg auch geschafft. Doch noch immer fehlen mindestens 12-24 Monate intensiver Weiterbildung, um dieses Land und seine Leute wirklich verstehen zu können. Eines ist jedoch sicher, es war eine phantastische Zeit.

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Name: Jürg
Standort: Binningen, Baselland, Switzerland

14 April 2007

Yunnan - Dali, die naechste Station ...

Nach unserem Ausflug in das Touristenzentrum Lijiang folgte die Weiterreise per Abendbus nach Dali.


Dali eine Kulturstadt des Buddhismus und auf dem besten Weg eine identische Entwicklung zu beginnen, wie die rund 200 km entfernte Nachbarstadt Lijiang.



Rund um die drei beruehmten Pagoden, die bei schoenem Wetter beinahe weiss schimmern, wurde ein riesiges Buddhismus-Zentrum erschaffen.





Und waehrend das neue Zentrum noch voellig neu und beinahe "ungebraucht" erstrahlt, muehen sich einzelne Menschen in den frueheren Aufschuettungen, auf der Suche nach noch zu verwendbaren Steinen, ab. Die Steine, einzeln mit Schaufel und Pickel aus dem Erdreich befreit, werden anschliessend an die lokalen Bauunternehmungen fuer wenig Geld verkauft.

Und dort, wo die ehemaligen Steinruinen einfach zu gross sind, die Steine auch nicht mehr weiterverwendet werden koennen, werden diese direkt mit den Steinmuehlemaschinen zu Sand, resp. Sandstaub zermahlen und ebenfalls an die Bauunternehmungen verkauft. Weitere Beispiele, wie ein Land, seinen Bewohnern die Gelegenheit gibt zu arbeiten und dabei eine beinahe 100% Recyclingquote erreicht ....


Wie bereits in Lijiang waren wir auch in Dali nicht per Fuss, sondern auch mit dem Velo unterwegs. Unsere Velotour fuehrte uns entlang des riesigen Sees und wir haetten auch die Rundfahrt abgeschlossen, haette nicht das grosse Gewitter, welches schliesslich drei Tage andauerte, dies verhindert!

Die Landschaft rund um Dali ist ebenfalls fast vollstaendig der Landwirtschaft gewidmet. Ueberall wird auf den Feldern gearbeitet. Wir haben nur einen einzigen Traktor auf unserer rund 50 km langen Fahrt durch die Gegend gesehen.




Die erste Ernte ist bereits abgeschlossen und man kann bereits die neuen Setzlinge betrachten, die mit ihrer intensiven gruenen Farbe beinahe das Auge blenden.

Apropos Tourismus! Die organisierten Reisen fuer die chinesischen Touristen fuehren ueberall an die selben Orte, wo einst nichts war, existiert heute eine Strasse mit Verkaufslaeden und kleinen Imbisslokalen. Wer moechte schon auf der langen Fahrt zwischen den einzelnen Sehenswuerdigkeiten Hunger und Durst leiden!

Und da Dali wie auch Lijiang an den zukuenftigen Tourismus und das damit verbundene Potential glauben, werden bereits heute richtige Strassen gebaut. Vierspurig fuer jede Fahrtrichtung ...


Es ist kaum zu glauben, trotzdem profitieren nur sehr wenige Leute von diesen Exzessen. Die meisten Menschen der Region sind mit der Landwirtschaft vollumfaenglich, beinahe 24 Stunden am Tag und waehrend sieben Tagen in der Woche, beschaeftigt.


Ach ja, Dali ist beruehmt fuer seine Steinbilder. Steinplatten werden mit der Schleifmaschine sorgfaeltig bearbeitet. Sichtbar werden dabei die Reliefe der Gegend oder aber wichtige Symbole der chinesischen Kultur. Wahre Meisterwerke, die in den Hinterhoefen der Verkaufslaeden hergestellt werden!

Bild folgt in Kuerze...